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Gezockt: Racedriver GRID

Japan Tuning Icon Nissan Skyline GTR

Sportwagen-Ikone: Nissan Skyline GT-R

Juhu! Ich habe es tatsächlich mal wieder geschafft ein PC-Game durchzuspielen und dann sogar noch einen Artikel darüber zu schreiben 😀

Heute geht es um „Racedriver GRID“ – ein Rennspiel aus dem Hause Codemasters. Während sich die „Colin McRae“-Reihe an alle Offroad-Fanatiker da draußen wendet (meinen Artikel dazu findet ihr übrigens hier), lässt „Racedriver GRID“ die Herzen aller Asphalt-Junkies höher schlagen.

Die Grafik kommt mir irgendwie bekannt vor…

Obwohl das Spiel schon etwas älter ist (2008), bewegt es sich grafisch auf einem hohen Niveau. Sowohl „Colin McRae DiRT“ als auch „Racedriver GRID“ sehen sich optisch sehr ähnlich. Das liegt daran, dass beide Spiele die gleiche Grafik-Engine nutzen, wie eine kurze Recherche meinerseits ergeben hat. Aber wie dem auch sei: Die Optik kann sich definitiv sehen lassen.

Japan Prototyp Mazda 787B

Nicht alltäglich: Ein Mazda 787B

Ein riesengroßer Fuhrpark

Ähnlich wie in „Colin McRae DiRT“ habt ihr auch bei „Racedriver GRID“ die Qual der (Aus)wahl. Unter anderem erwarten euch:

  • Tourenwagen
  • Supersportwagen
  • Muscle Cars
  • Prototypen
  • Formel-Fahrzeuge
  • Asiaten/Drift-Fahrzeuge

Ich denke, dass da für jeden Geschmack etwas dabei sein dürfte 😉

Dallara Formel-3 Formula-3

Formel-3-Rennwagen in der Garage

Einmal um die Welt

Das Renngeschehen führt euch quer über den gesamten Globus. Neben US-amerikanischen Städten wie San Francisco, Washington DC oder Detroit kämpft ihr außerdem noch auf bekannten Grand Prix-Strecken wie dem Nürburgring, Le Mans oder Spa-Francorchamps um Top-Platzierungen. Aber das ist noch nicht alles: Euer Weg führt euch auch nach Asien, wo ihr in Tokio den berühmten Stadtbezirk Shibuya oder auch den Hafen von Yokohama unsicher machen dürft.

Japan Nissan Silvia Drift Drifting Driftcar

Da kommt Freude auf: Driften im Nissan Silvia

Wer jetzt übrigens denkt, die ganze Zeit nur im Kreis herumzufahren, der irrt sich! Viele der Veranstaltungsorte besitzen unterschiedliche Streckenverläufe und nicht jede Disziplin erfordert es auch zwangsläufig immer als Erster über die Ziellinie rasen zu müssen. Neben den klassischen Rundkursrennen gibt es nämlich auch noch Crashcar-Derbys, Drift-Wettbewerbe oder Verfolgungsjagden durch enge Serpentinen.

Da ihr in fast jedem Rennen eine andere Disziplin bestreitet und unterschiedliche Fahrzeuge auswählen könnt, kommt eigentlich nie Langweile auf. Hier hat sich Codemasters offenbar sehr von „Colin McRae DiRT“ inspirieren lassen – da hat das Prinzip der „ständigen Abwechslung“ ja bereits auch bestens funktioniert.

Story? Fehlanzeige!

Nicht ganz so gut ist leider der relativ unspektakuläre Karriere-Modus. „Starte als Niemand und werde zum Champion“ – eine Story, die wir schon in so vielen anderen Racing-Games gesehen haben.

Nürburgring Tourenwagen BMW

BMW 3er Tourenwagen auf dem Nürburgring

Wie dem auch sei: Nachdem ihr eure ersten Rennen gewonnen habt, dürft ihr dann ein eigenes Team (mitsamt individueller Lackierung) gründen. Mit jedem Sieg werden außerdem immer mehr Sponsoren auf euch aufmerksam. Erreicht ihr die von ihnen vorgegebenen Ziele, erhaltet ihr zusätzliches Geld, mit dem ihr dann euren Fuhrpark aufrüsten könnt.

Des Weiteren sammelt ihr sogenannte „Ranglistenpunkte“. Habt ihr eine bestimmte Anzahl an Punkten gewonnen, dürft ihr weitere Rennen in der nächsthöheren Klasse bestreiten. Die Punkte selbst richten sich nach dem von euch gewählten Schwierigkeitsgrad und den von euch aktivierten Fahrhilfen.

Wie schwer darf’s denn sein? Leicht, Mittel, Schwer Individuell einstellbar

Dank des individuell einstellbaren Schwierigkeitsgrades ist das Spiel auch für all jene geeignet, die es sonst nicht so mit Rennspielen haben. Und keine Angst: Selbst wenn ihr es einmal so richtig vermasseln solltet – mit Hilfe der nützlichen Rückspulfunktion könnt ihr euch dann doch nochmal aus der Affäre ziehen 😉

San Francisco Sportscar Sportwagen Supersportwagen Lamborghini Murcielago

Ein Lamborghini Murcielago rast durch die Straßen von San Francisco

Übrigens: Wer eine realistische Fahrsimulation sucht, der ist bei „Racedriver GRID“ leider falsch! Es handelt sich hierbei um ein Arcade-Game. Soll heißen: Der Spielspaß steht im Vordergrund – nicht der Realismus.

Rempler, kleine Crashs oder Ausflüge ins Kiesbett bedeuten nicht gleich zwangsläufig das Aus. Auch die Kontrolle über sein eigenes Fahrzeug zu verlieren, ist relativ schwer – selbst Muscle-Cars mit ihrer schier unbändigen Power lassen sich trotz durchdrehenden Reifen immer noch gut lenken und geschickt um die Kurven steuern.

Hmpf!

Was mir allerdings so richtig auf den Sack ging, war die Tatsache, dass eine Saison schon nach wenigen Rennen zu Ende war! Was daran jetzt so schlimm ist, fragt ihr euch vielleicht? Nun ja: Nach Abschluss einer jeden Saison werdet ihr gefragt, ob ihr nicht am 24-Stunden-Rennen von Le Mans teilnehmen wollt.

Nürburgring Sportscar Sportwagen Supersportwagen Pagani Zonda

Im Pagani Zonda R knapp am Reifenstapel vorbei

Am Anfang macht das ja auch noch Spaß, aber wenn ihr jedes Mal nach vier Rennen gefragt werdet, ob ihr schon wieder an Le Mans teilnehmen wollt, geht einem das dann doch irgendwie ziemlich auf die Eier. Zumindest ging’s mir dabei so…

Später habe ich dieses Rennen dann einfach übersprungen, denn auf das Geld seid ihr glücklicherweise nicht  angewiesen – davon verdient ihr im Spieleverlauf nämlich sowieso mehr als genug.

Fazit

Aber nur weil ich etwas kritisiere, ist noch längst nicht gleich alles schlecht! Wer ein solides Rennspiel mit viel Spielspaß sucht, dem kann ich „Racedriver GRID“ nur wärmstens empfehlen. Sowohl das Spiel an sich als auch die große Auswahl an unterschiedlichen Fahrzeugen machen einfach Spaß 🙂 Wer also ein gelungenes Rennspiel mit kleinen – aber verzeihbaren – Schwächen sucht, der sollte bei „Racedriver GRID“ unbedingt zugreifen.

Musclecar Ford Mustang

Old School: Ford Mustang

(Alle Fotos: Steffen Kalfac, Quelle: Ingame-Screenshots)

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